Wintereinbruch am Wochenende

Starker Schneefall und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt

Die Experten sind sich einig: Am Wochenende steht uns ein spektakulärer Wintereinbruch bevor. "Der stärkste seit Orkan "Kyrill" Anfang 2007", so Diplom-Metereologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Bereits am Freitagmorgen soll das Wetter im Norden winterlich werden. Gegen Abend werden dann auch die Mitte und der Süden Deutschlands erreicht. Dabei ist mit Blitz, Donner und schweren Sturmböen genau so zu rechnen, wie mit glatten, nicht geräumten Straßen. In höheren Lagen werden Neuschneemengen bis zu 30 Zentimetern erwartet.

 

Die genaue Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes:

Stand: Mittwoch, 19.11.2008

Nach heutigem Stand der Dinge sieht der "Winterfahrplan" folgendermaßen aus. Am Freitagmorgen geht es zunächst an der Ostseeküste mit Schneeschauern los. Örtlich ist der Kaltfrontdurchgang auch mit Graupel, Blitz und Donner verbunden. Der Wind dreht dabei von West auf Nord bis Nordost und es kann zu einzelnen schweren Sturmböen kommen. Bis zu den Mittagsstunden erreicht dann die Kaltfront den Nordrand der Mittelgebirge. Am Nachmittag geht dann in den Mittelgebirgen so richtig die Post ab. Innerhalb einer Stunde können sich dann hier das Wetter und die Straßenverhältnisse dramatisch ändern. Aus Regen und nassen Straßen werden dann plötzlich Schneesturm und schneebedeckte Fahrbahnen. Wer es einrichten kann, sollte ab Freitagmittag Autofahrten im Mittelgebirgsraum unbedingt vermeiden. "Frühgleiter" sind hier dann klar im Vorteil. Bis zum Abend kann in einigen Mittelgebirgslagen bereits 10 bis 15 cm Neuschnee fallen. Ab den Abendstunden erwischt es dann auch Süddeutschland voll. Am Alpennordrand kann es bis Samstagmorgen sogar bis zu einem halben Meter Neuschnee geben. Da der Wind weiterhin teilweise stürmisch ist, muss man in den Bergen auch teilweise mit starken Schneeverwehungen rechnen. Einige höhere gelegene Straßen könnten dann am Samstag ggf. nicht mehr befahrbar sein.

 

Auch am Wochenende bleibt es dann unbeständig und winterlich. Immer wieder gibt es Schneeschauer, örtlich auch kurze Wintergewitter. An den Nordrändern der Mittelgebirge und der Alpen kann es noch kräftige und länger andauernde Schneefälle geben. Etwas freundlicher mit Wolkenauflockerungen und weniger Schneeschauern wird es in einem Streifen von Schleswig-Holstein südostwärts. Hier ist die Luft dank des so genannten Norwegenföhns trockener. Auch im Lee, d.h. südlich der Mittelgebirge, wie z.B. im Rhein-Main-Gebiet, gibt es weniger Schauer, so dass es hier dann eventuell nicht zur Ausbildung einer Schneedecke reicht. Die Temperaturen steigen auch tagsüber nur noch im Westen und Norden auf einige Grad über den Gefrierpunkt an. Nachts gibt es überall Frost, über Schnee dann auch unter -5 Grad. (© Deutscher Wetterdienst)

 

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