Berufsfeuerwehrtag

24 Stunden lang im Einsatz sein - das steht beim Ausbildungstag oder auch Berufsfeuerwehrtag auf dem Programm. Dort erlebt die Jugendfeuerwehr in realistisch nachgestellten Einsätzen einen kompletten Tag einer Berufsfeuerwehr-Frau oder eines Berufsfeuerwehr-Mannes im Feuerwehrhaus. Um auf die bevorstehenden Einsätze schnell reagieren zu können, übernachten die Jugendlichen an diesem Tag im Feuerwehrhaus. Zwischen den Einsätzen stehen sportliche Aktivitäten aber auch Ruhephasen auf dem Programm. Der Berufsfeuerwehrtag dient zur Steigerung des Gruppenzusammenhalts und fordert von den Jugendlichen, Wissen miteinander zu verknüpfen, um eine Problemstellung gemeinsam zu lösen.

Berufsfeuerwehrtag 2023

Von Brandeinsatz bis Technische Hilfeleistung: Jugendliche meistern Berufsfeuerwehrtag

Sein Handwerk zu beherrschen gilt bei der Feuerwehr ebenso wie in vielen anderen technischen Bereichen. Im Einsatzfall müssen Handgriffe sitzen, da darf nichts schief gehen. Um gut ausgebildeten Nachwuchs in die aktive Wehr übernehmen zu können, setzt man bei der Jugendfeuerwehr-Führung neben vielen weiteren Ausbildungsformen auch weiterhin auf das bewährte Konzept eines „Berufsfeuerwehrtages“. Das heißt, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben einen Tag lang ein straffes, berufsfeuerwehrähnliches Programm vor sich, bei dem die komplette Bandbreite der Feuerwehrausbildung von den Jugendlichen gefordert wird. 

An diesem Tag stellten die Jugendlichen ihr Können in verschiedenen Einsatzszenarien unter Beweis. Das Spektrum reichte von der Brandbekämpfung über die technische Hilfeleistung bis hin zur Personensuche. Dabei waren die Nachwuchskräfte weitgehend auf sich allein gestellt. Die Einsatzleitung übernahm in der Regel ein älteres Mitglied der Jugendfeuerwehr oder eine Einsatzkraft der aktiven Wehr. Nach der Erteilung des jeweiligen Auftrags mussten die Jugendlichen den Einsatz eigenständig und vollständig abarbeiten - ganz wie bei einer echten Berufsfeuerwehr. Dafür stand ihnen die umfangreiche Ausrüstung eines Feuerwehrfahrzeugs zur Verfügung. Bei einem angenommenen Verkehrsunfall kamen unter anderem hydraulische Scheren und Spreizer zum Einsatz. Für die Rettung verletzter Personen nutzten die Jugendlichen eine Schaufeltrage oder ein Spineboard. Auch bei den simulierten Brandeinsätzen war Teamarbeit gefragt: Die Jugendlichen bauten selbstständig einen Löschangriff auf, rüsteten sich mit Übungsatemschutz aus und gingen anschließend zur Brandbekämpfung vor. Auf diese Weise konnten sie ihr erlerntes Wissen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen anwenden und wertvolle Erfahrungen für den späteren Einsatzdienst sammeln.