Trockenen Weihnachtsbaum rechtzeitig entsorgen

Ausgetrocknete Weihnachtsbäume brennen wie Zunder

Sie hatte ihren Weihnachtsbaum nur wenige Sekunden aus den Augen gelassen, weil sie ein kurzes Telefonat entgegennahm - als sie zurückkam stand der Baum, ein Sofa und die Gardinen in Flammen. Abwegig? Keinesfalls! Zur Weihnachtszeit brannte es 2008 mehr als 15.000 Mal in deutschen Wohnzimmern.

 

Ob kleinere oder größere Brandherde, die deutschen Versicherer zahlten im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro für Feuerschäden. Das geht aus aktuellen Zahlen der deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Danach brannte es 2009 rund 640.000 Mal in deutschen Wohnungen und Gebäuden.

 

Die GDV-Zahlen bestätigen, das Feuer- und Brandereignisse in bestimmten Jahreszeiten Konjunktur haben: Während in den Sommermonaten vor allem Blitz- und Überspannungsschäden auftreten, sind es im Winter in erster Linie Kerzen und Silvesterknaller, die Schäden verursachen. So brannte es in der vergangenen Weihnachtszeit mehr als 12.000 Mal. Die deutschen Versicherer zahlten 2009 rund 31 Millionen Euro an ihre Kunden – ein Rückgang um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Das Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp+klar hat eine Internetseite zum Thema „Weihnachtsbrände“ eingerichtet. Das Verbraucherportal bietet dabei mehr als nur Sicherheitstipps: So können Eltern dort das Bilderbüchlein "Philipp und sein Rauchengel" kostenlos bestellen oder herunterladen. Das Minibuch erklärt Kindern auf spielerische Weise, was im Brandfall zu tun ist, und warum jeder einen Rauchengel haben sollte: www.klipp-und-klar.de.

 

Wie schnell sich ein Weihnachtsbaum übrigens entzünden kann, zeigt Ihnen das Video, das Sie am Ende dieser Meldung herunterladen können.

 

Quelle: Pressemitteilung GDV