Stadt setzt bei der Investition im Feuerwehrgerätehaus auf Biogas

Gas-Brennwertanlage gewählt

Der Technische Ausschuss beschloss im Zuge des Konjunkturpakets II einstimmig den Einbau einer neuen Heizungsanlage fürs Feuerwehrgerätehaus.

 

von Lothar Schell

 

Oberkochen. Die derzeitige Heizungsanlage im Feuerwehrgerätehaus ist 28 Jahre alt und verbraucht jährlich rund 16000 Kubikmeter Gas. Der Nutzungsgrad liegt bei lediglich 86 Prozent. Mit dem Einbau einer neuen Gas-Brennwertanlage könnten jährlich über 3100 Kubikmeter Gas eingespart werden, erklärte Stadtbaumeister Johannes Thalheimer im Technischen Ausschuss.

 

Die alte Anlage solle daher ausgebaut und durch eine Gas-Brennwertanlage ersetzt werden. Die neue Anlage hat einen Nutzungsgrad von 106 Prozent und wird mit Bio-Erdgas betrieben. Der Zuschlag ging an die günstigste Bieterin, die Firma Erhardt + Schwarz in Ellwangen, zum Angebotspreis von 38603 Euro. Zwei heimische Anbieter waren nur geringfügig teurer. Vorgesehen ist zudem, das Gebäude und die Heizung mit einer Gebäudeleittechnik auszurüsten. Die Kosten hierfür betragen 15000 Euro. Inklusive Maler- und Putzarbeiten betragen die Gesamtkosten 57000 Euro. Im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes wird die Maßnahme in Höhe von 43875 Euro bezuschusst.

 

Wäre die Vergabe an heimische Firmen möglich?

Richard Burger fragte nach, ob es angesichts der Lockerungen im Vergaberecht nicht möglich gewesen wäre, die heimischen Firmen ins Kalkül zu ziehen. Es gebe zwar Lockerungen, die allerdings vom Bundesrechnungshof de facto als rechtswidrig angesehen werden, erklärte Bürgermeister Traub. Spätestens bei einer Rechtsprüfung würde dies dann moniert werden.

Reinhold Vogel wollte wissen, ob nicht ein Blockheizkraftwerk rentierlicher gewesen wäre. „Ein BHKW ist angesagt bei fortlaufender Auslastung. Eine solche wäre beim Feuerwehrgerätehaus nicht gegeben“, antwortete der Stadtbaumeister. Auf solche Details werde bei der Bezuschussung geachtet. Man könne über das Konjunkturprogramm kein BHKW abrechnen, „das nicht dazu passt“, erklärte Thalheimer weiter.

Erfreut zeigte sich Dr. Eberhard Irion über den Einbau einer Gas-Brennwertanlage. Die Anlage sei zwar auf den ersten Blick teurer als andere Lösungen, sie werde sich aber angesichts des guten Nutzungsgrad amortisieren, sagte er vorher.

 

Quelle und ©: <link http: www.schwaebische-post.de service archiv>Schwäbische Post, 24.09.2010