Floriansjünger gut gerüstet

Neuer Feuerwehrbedarfsplan im Verwaltungsausschuss – Zwei neue Fahrzeuge im kommenden Jahr

Einstimmig billigte der Verwaltungsausschuss den für die nächsten fünf Jahre gültigen Feuerwehrbedarfsplan. Dieser soll die Grundlage bilden für die Aufstellung und Ausrüstung einer für einen geordneten Lösch- und Rettungseinsatz erforderlichen leistungsfähigen Feuerwehr.

 

Lothar Schell

 

Oberkochen. 43 aktive Floriansjünger zählt die Oberkochener Wehr, hinzu kommen 25 Personen aus der Jugendfeuerwehr und elf aus der Altersabteilung. Von den 43 Aktiven sind tagsüber in der Regel 20 Feuerwehrleute im Ort anwesend. Von den zwölf Zug- und Gruppenführern ist tagsüber die Hälfte im Ort präsent. Die Feuerwehr hat 34 Atemschutzträger. Im Bestand der Wehr sind drei Löschfahrzeuge. In den vergangenen Jahren gab es im Schnitt 35 Einsätze, wobei technische Hilfeleistungen im Vordergrund standen.

 

Mit den vorhandenen Löschfahrzeugen und zuzüglich der Drehleiter der Stadt Aalen geht der Feuerwehrbedarfsplan von der Sicherstellung des Grundschutzes für die Stadt aus. Bei der Bewertung des örtlichen Risikos urteilen die Unterzeichner, Kommandant Erwin Winter, sein Stellvertreter Bernd Betzler und Stadtamtsrat Edgar Hausmann, dass eine Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge für Brandeinsätze nicht erforderlich sei. Im Einsatzfall würden gegebenenfalls Feuerwehren der Nachbargemeinden alarmiert.

Fürs kommende Jahr ist im Zuge der Ersatzbeschaffung für das LF 8 der Kauf eines Gerätewagens für den Transport geplant. Außerdem soll ein Mannschaftstransportwagen (MTW) angeschafft werden. Im Investitionsplan, so Stadtkämmerer Roland Seimetz, seien hierfür 150.000 Euro eingestellt. Bei der Bewertung des Aspekts "Technische Hilfeleistung" heißt es im Feuerwehrbedarfsplan, dass es in der Gemeinde keine Straßen mit erhöhtem Unfallrisiko gebe.

Eine besondere Ausstattung sei daher nicht erforderlich. Auch die Wahrscheinlichkeit von Gefahrstoffeinsätzen sei gering. Betriebe mit besonderen Gefahrenpotenzialen bestünden nicht, zudem wurde auf das Bestehen von Werkfeuerwehren hingewiesen.

"Bei künftigen Feuerwehrbedarfsplänen müssen wir ganz konkrete Aussagen machen über die Löschwasser-Versorgung", betonte Bürgermeister Peter Traub. Als Löschwasserquellen stünden die Hydranten und der Gutenbach zur Verfügung. Letztlich wisse man aber nichts Genaues über die Schüttmenge der Hydranten. In diesem Jahr werde eine Berechnung fürs gesamte Wassernetz durchgeführt, erklärte Roland Seimetz. Dann könne man auch Aussagen machen über die Schüttmenge eines jeden Hydranten. Vor allem die Unternehmen seien an konkreten Zahlen in punkto Löschwasserversorgung interessiert, betonte der Bürgermeister.