Feuerwehr wird immer häufiger Ziel von Angriffen

Die gezielten Angriffe werden für die Einsatzkräfte zunehmend zum Problem.

Es ist kurz vor Mitternacht, als die Funkmelder der Freiwilligen Feuerwehr Eidelstedt anschlagen. Feuer an der Straße Vörn Brook. 22 Mann rasen zum Einsatzort. Alltag in der Silvesternacht. Doch was die Brandbekämpfer erwartet, das verschlägt ihnen auch zwei Tage später noch die Sprache. Um eine brennende Barrikade aus Zäunen und Mülltonnen hat sich eine Menschenmenge versammelt. "Die schienen nur auf uns gewartet zu haben. Als wir den Brand löschen wollten, wurden wir beschossen", erinnert sich Wehrführer Fritz Bahlo. "Das waren keine normalen Böller, das waren Raketen, Vogelschreck und Kanonenschläge, die uns treffen sollten."

 

Es sind nicht die einzigen Vorfälle in einer besonders anstrengenden Silvesternacht: 1200 Einsätze muss die Feuerwehr in nur zwölf Stunden bewältigen und wird dabei immer wieder behindert und auch angegriffen.

 

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Quelle: Hamburger Abendblatt, Denis Fengler, 3.1.2009