Vergangenen Samstag testeten Feuerwehr und Polizei in einer Generalprobe den neuen Digitalfunk. Bei der Übung in Stuttgart auf dem Killesberg wurde eine Gasexplosion einer Großküche simuliert.
Mit der veralteten analogen Funk-Technik sei es immer wieder zu Problemen gekommen, so Jürgen Löhmann vom Technischen Hilfswerk. Rettungskräfte waren in Gebäuden teilweise schlecht oder gar nicht mehr zu hören. Auch Innenminister Heribert Rech sagte, dass das analoge System in vielerlei Hinsicht Probleme mache.
Mit dem Digitalfunk sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der alten Technik ist die Abhörsicherheit. So können zukünftig auch sensiblere Daten übermittelt werden.
Die Kosten für den Netzaufbau betragen rund vier Milliarden Euro, das Land Baden Württemberg übernimmt davon 400 Millionen Euro in den nächsten 15 Jahren. Bereits Mitte 2008 soll in Stuttgart der reale Probebetrieb erfolgen. 2009 folgen die Regierungsbezirke Karlsruhe und Tübingen, im Jahr 2010 Freiburg. Bis 2011 wollen Bund, Länder und der Systemlieferant EADS den bundesweiten Aufbau abschließen. Ursprünglich war die Einführung bereits zur Fußball-WM 2006 geplant.
© Christian Fahrenbach, dpa/Schwäbische Post vom 26.11.2007
