Berlin — Die fröhlichen Feiern zum Beginn des neuen Jahres waren auch in diesem Jahr von Bränden, Unfällen und Gewalt überschattet. Mehrere Menschen starben bei Wohnungsbränden oder beim leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerk, wie Polizeidienststellen und Feuerwehren mitteilten. Viele Menschen erlitten zudem teils schwere Verletzungen. Die Bilanz der Silvesternacht ist aber laut Polizeiangaben in den meisten Regionen des Landes nicht dramatischer ausgefallen als in den vergangenen Jahren.
In bayerischen Bad Tölz wurde nach Polizeiangaben ein Mann getötet, der einen selbstgebastelten Sprengkörper entzündete. Bayernweit starben mehrere Frauen bei Bränden. Oft verletzten sich Menschen im Gesicht oder an der Hand. Bei mehreren der Zwischenfälle wurden Finger abgetrennt. In anderen Fällen kam es zu Verletzungen, als Böller in Menschenansammlungen geworfen worden.
In Kiel musste bereits am Silvestertag ein Munitionsräumkommando mehrere selbst gebastelte Sprengsätze in einem Spezialbehälter aus einem Haus räumen. Die Anwohner hatten während des Einsatzes fünf Stunden lang ihre Wohnungen verlassen müssen.
Immer wieder gab es auch gewaltsame Übergriffe. Die Polizei musste wegen hunderter Fälle von Beleidigung und Körperverletzung ausrücken. So wurde in Hamburg ein Mann von einer Gruppe Männer zusammengeschlagen und schwer verletzt, als er einem älteren Mann helfen wollte. In Berlin wurden mehrere Polizisten von einer zehnköpfigen Gruppe von Männern mit Tritten und Schlägen angegriffen. Die Täter entkamen unbekannt.
Wie in Silvesternächten der vergangenen Jahre musste die Feuerwehr auch in diesem Jahr wegen tausender Brände in Papierkörben, Containern und auf Balkonen ausrücken. Teils wurden durch Feuerwerkskörper auch ganze Dachstühle in Brand gesetzt.
Quelle: ©2011 AFP
