Update: 08.05.2008, 13:09
In vielen Städten und Gemeinden ist er in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetaucht – der Eichenprozessionsspinner, ein Schmetterling, der vorwiegend an Eichen auftritt. Die Brennhaare der heranwachsenden Raupen sind Auslöser von juckenden, entzündlichen Hautreaktionen. Für Erholungssuchende und Waldarbeiter, direkte Anwohner zu Waldgebieten, Besitzer von Eichen in Gartenanlagen oder spielende Kinder, die die Raupen unmittelbar berühren, ist die Gefahr während der Raupenfraßzeit im Mai und Juni am größten. Um die Populationen des Eichenprozessionsspinners einzudämmen, koordiniert jetzt das Forstdezernat des Landratsamts kreisweit die Bekämpfungsmaßnahmen und hat Gefährdungsbereiche in den erhoben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer präventiven Behandlung möglicher Befallsbereiche mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel.
Im Ostalbkreis werden am 14. Mai 2008 per Hubschrauber
- ca. 150 Hektar Eichenbestände in
- 11 Städten und Gemeinden
- an 41 verschiedenen Orten
mit dem Pflanzenbehandlungsmittel Dipel ES behandelt. Neben Waldgebieten werden auch Waldfriedhöfe sowie Erholungs- und Sportanlagen von den haarigen Raupen befreit. Von der Aktion betroffen sind Aalen, Abtsgmünd-Untergröningen, Durlangen, Ellwangen, Gschwend, Lorch, Neuler, Rainau, Schwäbisch Gmünd und Westhausen.
Die Befliegungsaktion startet um 8:00 Uhr in Aalen. Im Laufe des Vormittags werden dann auch die betroffene Eichen in Westhausen, Rainau, Ellwangen und Neuler behandelt. Ab ca. 12:00 Uhr folgen die Gebiete in Lorch, Schwäbisch Gmünd, Durlangen, Gschwend und Untergröningen.
Der genaue Termin wird bestimmt durch
- Belaubungszustand der Eichen,
- Entwicklungszustand der Raupen und
- windstille und trockene Witterung.
Bitte beachten Sie, dass die zu behandelnden Flächen während der Ausbringung des Pflanzenschutzmittels für den Besucherverkehr gesperrt sind. Die Aktion wird in der Tagespresse und im Rundfunk angekündigt werden.
Die Besprühungen werden von im Pflanzenschutzdienst erfahrenen Hubschrauberpiloten durchgeführt. Das Pflanzenschutzmittel wird in Wasser gelöst mit einem Hubschrauber auf die Kronen der Eichen ausgebracht. Die schnelle und effiziente Methode ermöglicht es, 13 Hektar pro Flug und 40 Hektar in einer Stunde zu behandeln. Insgesamt werden im Kreis 150 Hektar an 41 verschiedenen Stellen behandelt. Die Behandlungsgebiete werden jeweils ca. eine Stunde vor bis ca. eine Stunde nach der Befliegung gesperrt. Damit soll sichergestellt werden, dass sich keine Personen auf den Flächen aufhalten. Bitte beachten Sie die ausgeschilderten Sperrungen.
Karten mit dem genauen Einsatzgebiet des Hubschraubers sowie weitere Informationen finden Sie auf der <link http: ostalbkreis.de sixcms>Internetseite des Ostalbkreises.
Quelle: Pressemitteilung Ostalbkreis.de
