Die Einführung des Digitalfunks im Land läuft planmäßig. Das Innenministerium hat jetzt an die Firma Selectric Nachrichtensysteme GmbH mit Sitz in Münster/Westfalen den Auftrag vergeben, die Polizei des Landes mit digitalen Funkgeräten auszustatten. Die Firma wird rund 18.000 Geräte der Marke Sepura und das entsprechende Zubehör liefern. Das teilte das Innenministerium am Dienstag, 26. Mai 2009, in Stuttgart mit.
Die Funkgeräte - Handsprechfunkgeräte, Einbaugeräte für Fahrzeuge und Dienststellen - seien Mitte des vergangenen Jahres europaweit zur Beschaffung ausgeschrieben worden. Entscheidend für den Zuschlag an das Münsteraner Unternehmen sei neben den hohen Anforderungen an die Technik der Aspekt der Wirtschaftlichkeit gewesen. Besonders überzeugt habe aber die Bedien- und Nutzerfreundlichkeit der Geräte. Sie würden ab Herbst 2009 schrittweise an die Polizei ausgeliefert.
Auch der Aufbau des Digitalfunknetzes ist laut Innenministerium im Land auf gutem Weg: Anfang des Jahres habe man die Funkplanungen in Baden-Württemberg - als erstem Flächenland überhaupt - beendet. Parallel dazu seien in allen Landesteilen Mietverträge geschlossen, bautechnische Begehungen der Funkstandorte durchgeführt und Baumaßnahmen getätigt worden.
Neben den in Stuttgart bereits in Betrieb befindlichen fünf Funkstandorten werde seit Ende 2008 auch an weiteren Standorten im Großraum Stuttgart die Funktechnik eingebaut. Der Netzaufbau komme also Schritt für Schritt voran. Dadurch werde der Weg für einen größeren Probebetrieb mit dem neuen System im Großraum Stuttgart in der zweiten Jahreshälfte bereitet. Es folgten nach und nach weitere Regionen, in denen der Digitalfunk aufgebaut werde und in Betrieb gehen könne. Bis Ende des Jahres 2010 werde dann in weiten Teilen Baden-Württembergs der Digitalfunk zur Verfügung stehen. Auch wenn der Netzaufbau 2011 noch andauern werde, könnten damit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste nach und nach auf das neue Funksystem zugreifen und die damit verbundenen Vorteile nutzen, unter anderem die wesentlich bessere Sprachqualität und Abhörsicherheit.
Quelle: Pressemitteilung Innenminsiterium
