von Lothar Schell
„Die Politik und die Gesellschaft müssen alles daran setzen, die Freiwilligen Feuerwehren zu erhalten und zu unterhalten“, betonte der Vorsitzende Klaus Kurz bei der Kreisverbandsversammlung gestern Abend in der Alamannenhalle.
Entgegen dem Trend im Land sei im Ostalbkreis die Zahl der Feuerwehrangehörigen um 0,5 Prozent auf derzeit 3255 Personen angewachsen, erklärte der Verbandsvorsitzende Klaus Kurz. Die Zahl der weiblichen Brandbekämpfer habe sich von 2002 bis 2006 um 34 Prozent auf 136 erhöht. Man dürfe sich aber von den Zahlen nicht blenden lassen. Mitunter überalterte Fahrzeuge und Geräte, aber auch ein freizeitliches Überangebot machten die „Bürgerinitiative Freiwillige Feuerwehr“ unattraktiv.
Feuerwehrnachwuchs
Mehr denn je gelte es, sich um den Feuerwehrnachwuchs als Zukunftsgarantie zu kümmern, betonte Kurz. Dazu zähle eine qualifizierte Führung, in den aktiven Abteilungen wie in den Jugendabteilungen.
Kurz appellierte, angesichts verbesserter Konjunktur und Haushaltslage der Städte und Gemeinden mit rechtzeitigen Ersatzbeschaffungen nicht hinten an zu stehen. Man müsse auch darauf drängen, dass die Festbeträge in der „Z-FEU“ den Gegebenheiten angepasst werden. Auch dürften aus der Feuerschutzsteuer keine weiteren feuerwehrfremden Projekte mehr finanziert werden. Zum Thema „Schutzkleidung“ meinte Kurz, jede Feuerwehr müsse eine Gefährdungsanalyse für ihren Bereich erstellen und danach abschätzen, welche Schutzkleidung für sie die richtige sei.
Kreisfeuerwehrtag vergeben
Der Kreisfeuerwehrtag 2008 wird nach Beschluss der Verbandsversammlung am 7. und 8. Juni in Wasseralfingen gefeiert, wo die dortige Abteilung ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Kreisbrandmeister Otto Feil verwies auf die Notwendigkeit eines Feuerwehr-Bedarfsplans, in den auch Personalplanung und Weiterbildung Eingang finden könnten. In Bezug aufs Sicherheitstraining appellierte Feil um rege Teilnahme. Sage und schreibe fünf Wehren hätten noch nie daran teilgenommen.
Mit der Einführung des Digitalfunks werde das bislang analoge Funksystem in den Jahren 2014 bis 2016 abgeschafft. Im Zuge dessen müsse man kräftig in neue Funkmeldeempfänger investieren. Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Wörz bilanzierte 1034 Jugendliche in 40 Jugendfeuerwehren und 93 Übertritte in aktive Wehren.
Manfred Haag, Fachgebietsleiter Ausbildung, verwies auf 26 Lehrgänge mit 551 Teilnehmern im letzten Jahr und er appellierte, die Präsenz bei Lehrgängen nach erfolgter Anmeldung ernst zu nehmen.
© Schwäbische Post 27.10.2007
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