Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberkochen (Amtsblatt "Bürger und Gemeinde")


Die Aktiven der FFW wählen einen neuen Feuerwehrausschuss

 

Vergangenen Freitag fand im Gasthaus Pflug die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Kommandant Bernd Betzler begrüßte die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, die Jugendlichen der Wehr, die Senioren und die zahlreich anwesenden Gemeinderäte und die Gäste der benachbarten Wehren, des Polizeipostens und des DRK. Das Wachstum und die Vielfalt der Gefahrenpotenziale sei eine ständige Herausforderung und mache es notwendig, sich immer wieder neu auf differenzierte Situationen einzustellen, erklärte Kommandant Bernd Betzler, und: „Feuerwehrleute dürfen nicht auf dem Schlauch stehen.“ 42 Männer und Frauen sorgen sich derzeit rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger. Seit 90 Jahren habe die Feuerwehr unzählige Male geholfen. 42 Einsätze wurden 2018 durch die Leitstelle alarmiert, darunter zehn Brände und zwei Einsätze mit technischer Rettung.

Besonders hob der Kommandant einen Verkehrsunfall auf der B 19 mit einer eingeklemmten Person und eine Personenrettung unter dem Langertstein hervor. Die Tagesverfügbarkeit lag bei Einsätzen mit Vollalarm bei 20 Einsatzkräften, was als gut zu bewerten sei. Die Wehr kann auf 26 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 13 Mitglieder der Altersgruppe bauen.

Im Ferienprogramm sowie in der Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten sei man präsent gewesen. Die Mitgliederwerbung für die aktive Wehr steht weiter auf der Agenda. Nach der erfolgreichen Werbeaktion am EAG sei eine ähnliche Veranstaltung in der Dreißental-Gemeinschaftsschule angedacht. Auch in Aus- und Fortbildung werde man weiter investieren. Besonderen Dank zollte Betzler Frank Deinhart und Axel Pössnecker für deren Arbeit im vorbeugenden Brandschutz. Für die Ende 2019 zu erwartende digitale Alarmierung seien 18.000 Euro im Haushaltsplan eingestellt, in der mittelfristigen Finanzplanung 12.000 Euro für den Digitalfunk. Die freiwillige Feuerwehr sei Dank der entsprechenden Würdigung der Stadt technisch auf einem guten Stand.

Auch kameradschaftlich und in der Einbindung in die Stadt sei alles im Lot, was auch für die Kooperation mit dem Bauhof gelte. Der stellvertretende Kommandant Fabian Leopold berichtete über das vielfältige Übungsgeschehen mit 25 Übungen und einem Übungsbesuch von circa 70 Prozent. Einen lückenlosen Übungsbesuch hatten Bernd Betzler und Julian Schneider verzeichnet. „Wir sind stolz auf unsere Jugendfeuerwehr“, meinte Jugendfeuerwehrwart Stefan Leopold. Mit jetzt aktuell 26 Mitgliedern sei Nachwuchsmangel ein Fremdwort.

In Vertretung von Willi Schönherr verlas Ehrenkommandant Erwin Winter den Jahresbericht der Altersgruppe. Die „Senioren“ stünden Seite an Seite mit der aktiven Wehr und man habe unter anderem das Heidefest aktiv unterstützt. Rudolf Vöhringer stellte den Kassenbericht vor.

„Die Feuerwehr in Oberkochen ist attraktiv, haltet weiter Ausschau nach Nachwuchs“, erklärte Bürgermeister Peter Traub. Man werde sich in nächster Zeit über das Anforderungsprofil eines neuen Feuerwehrgerätehauses unterhalten.

In geheimer Wahl wurden Andreas Pfeiffer, Christian Keil, Markus Leopold, Frank Deinhart, Matthias Neukamm, Julian Schneider, Frank Zitzer und Rudolf Vöhringer in den Feuerwehrausschuss gewählt.

 

Laura Polzer wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Kai Pössnecker und Niklas Kuban zum Feuerwehrmann. Weitere Beförderungen: Julian Schneider zum Oberfeuerwehrmann sowie Markus Leopold und Thomas Mennekes zum Hauptfeuerwehrmann. Neuer Brandmeister ist Andreas Pfeiffer. In die Wehr nahm Kommandant Betzler neben Laura Polzer und Kai Pössnecker auch Oberfeuerwehrmann Stefan Steglich per Handschlag auf.

 

 

Für 15 Jahre im aktiven Dienst wurden Frank Ebbers, Dominik Egger, Monika Hurler, Fabian Leopold, Markus Leopold, Matthias Neukamm und Frank Zitzer ausgezeichnet. Für 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden Marco Diebold, Manuel Maier und Axel Pössnecker geehrt.

 

25 Jahre Mitgliedschaft für Vater, Neuaufnahme für Sohn


Erstmals wurden gleichzeitig Vater und Sohn, Axel und Kai Pössnecker geehrt. Axel Pössnecker erhielt das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Sohn Kai wurde in die Wehr aufgenommen und gleichzeitig nach bestandener Grundausbildung zum Feuerwehrmann ernannt.

 

 

 

 

 

 

 

Hauptversammlung | Neues Feuerwehrgerätehaus im Visier (Bericht Schwäbische Post)


Der Nachwuchs sprudelt bei der Freiwilligen Feuerwehr. Warum bei den Floriansjüngern gesunder Optimismus herrscht.


Von Lothar Schell

 

 

Feuerwehrkommandant Bernd Betzler und sein Team sind erwartungsfroh. Ein neues Feuerwehrgerätehaus ist in Erwartung. Wo das Domizil gebaut wird, steht noch in den Sternen. Darüber werden der Feuerwehrausschuss und Bürgermeister Peter Traub in Bälde brüten. Ein idealer Standort wäre das Wagenblast-Gebäude im Kapellweg. Auf jeden Fall aber wird es nicht zu einer Sanierung des bestehenden Gebäudes im Jägergässle kommen. Zu klein, zu beengt, für moderne und große Fahrzeuge nicht mehr geeignet. Ein solches werden die Floriansjüngern mit einem LF-16/12-1 bekommen, an dem inzwischen mit einem Alter von 25 Jahren die Zeit nagt.

 


Was besonders positiv auffiel bei der Hauptversammlung und für zusätzlich Optimismus sorgt: Der Nachwuchs quillt schier aus dem Boden, was den stellvertretenden Kommandanten Fabian Leopold zu der Aussage veranlasste: „Wir brauchen Betreuer, um die Truppe zu bändigen.“ Das Wachstum und die Vielfalt der Gefahrenpotenziale sei eine ständige Herausforderung und mache es notwendig, sich immer wieder neu auf differenzierte Gefahrensituationen einzustellen, erklärte Kommandant Bernd Betzler in seinem Rechenschaftsbericht. „Die Feuerwehrleute dürfen nicht auf dem Schlauch stehen“, fügte Betzler hinzu. 42 Männer und Frauen sorgen sich derzeit rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Seit neunzig Jahren habe die Feuerwehr unzähligen Bürgern geholfen. 42 Einsätze wurden im letzten Jahr durch die Leitstelle alarmiert, darunter zehn Brände und zwei Einsätze mit technischer Rettung. Besonders hob der Kommandant einen Verkehrsunfall auf der B 19 mit einer eingeklemmten Person und eine Personenrettung in unwegsamem Gelände unterm Langertstein hervor. Die Tagesverfügbarkeit lag bei Einsätzen mit Vollalarm bei zwanzig Einsatzkräften, was als gut zu bewerten sei, meinte Bernd Betzler.

 


„Die Feuerwehr darf nicht auf dem Schlauch stehen“ Bernd Betzler, Kommandant

 

Die Wehr kann auf 24 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und auch dreizehn Mitglieder in der Altersgruppe bauen. „Wir haben eine tolle Jugendarbeit“, unterstrich der Kommandant. Im Ferienprogramm sowie in der Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten sei man präsent gewesen. Die Mitgliederwerbung für die aktive Wehr stehe auch in diesem Jahr auf der Agenda. Nach der erfolgreichen Werbeaktion am EAG sei eine ähnliche Veranstaltung in der Dreißental-Gemeinschaftsschule angedacht.


Auch in Aus- und Fortbildung werde man weiter investieren, um sich für das immer breiter werdende Gefahrenband fit zu machen. Besonderen Dank zollte Betzler Frank Deinhart und Axel Pössnecker für deren Arbeit im vorbeugenden Brandschutz.


Nicht unerwähnt ließ Betzler, dass für die Ende 2019 zu erwartende digitale Alarmierung 18000 Euro im Haushaltsplan eingestellt sind. In der mittelfristigen Finanzplanung sind 12000 Euro für den Digitalfunk vorgesehen. Die Freiwillige Feuerwehr sei dank der entsprechenden Würdigung der Stadt technisch auf einem guten Stand, so der Kommandant. Auch kameradschaftlich und in der Einbindung in die Stadt sei alles im Lot, was auch für die Kooperation mit dem Bauhof unter Leitung von Markus Huber gelte. Der stellvertretende Kommandant Fabian Leopold berichtete über das vielfältige Übungsgeschehen mit 25 Übungen und einem Übungsbesuch von zirka siebzig Prozent. Einen lückenlosen Übungsbesuch hatten Bernd Betzler und Julian Schneider verzeichnet.


„Wir sind stolz auf unsere Jugendfeuerwehr“, meinte Jugendfeuerwehrwart Stefan Leopold. Mit jetzt aktuell 26 Mitgliedern sei Nachwuchsmangel ein Fremdwort.


In Vertretung von Willi Schönherr verlas Ehrenkommandant Erwin Winter den Jahresbericht der Altersgruppe. Die „Senioren“ stünden Seite an Seite mit der aktiven Wehr und man habe neben vielen anderen Veranstaltungen auch das Heidefest aktiv unterstützt. Rudolf Vöhringer, seit vierzehn Jahren erfolgreich Hüter der Finanzen, ging aufs Zahlenwerk ein. Eine einwandfreie Kassenführung bestätigte Revisor Ralf Ebbers.


„Die Feuerwehr in Oberkochen ist attraktiv, haltet weiter Ausschau nach Nachwuchs“, erklärte Bürgermeister Peter Traub in seinem Grußwort. Man werde sich in nächster Zeit dezidiert übers Anforderungsprofil für ein neues Feuerwehrgerätehaus unterhalten.

 


Wahlen, Beförderungen, Ehrungen

In geheimer Wahl wurden Andreas Pfeiffer, Christian Keil, Markus Leopold, Frank Deinhart, Matthias Neukamm, Julian Schneider, Frank Zitzer und Rudolf Vöhringer in den Feuerwehrausschuss gewählt. Laura Polzer wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Kai Pössnecker und Niklas Kuban zum Feuerwehrmann. Weitere Beförderungen: Julian Schneider zum Oberfeuerwehrmann sowie Markus Leopold und Thomas Mennekes zum Hauptfeuerwehrmann. Neuer Brandmeister ist Andreas Pfeiffer.


Für 15 Jahre Feuerwehrtreue im aktiven Dienst wurden Frank Ebbers, Dominik Egger, Monika Hurler, Fabian Leopold, Markus Leopold, Matthias Neukamm und Frank Zitzer ausgezeichnet. Für 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden Marco Diebold, Manual Maier und Axel Pössnecker geehrt.