05.07.2014 Maschinistenweiterbildung bei der Feuerwehr Oberkochen


Sichere Fahrzeug- und Pumpenbedienung und Auffrischung von Kenntnissen

 

Was macht einen guten Maschinisten aus? Neben dem grundlegenden Wissen über die Technik gehört sicherlich auch eine große Portion Erfahrung dazu, die sich jeder einzelne Maschinist über die Jahre aneignet. Bei Übungen und Einsätzen sorgen sie routiniert für Wasser und beherrschen ihre Handgriffe aus dem Effeff. Löschgruppenfahrzeuge samt Gerätschaften sicher bedienen ist oberste Maxime wenn es schnell gehen muss. Doch was, wenn der „Stamm-Maschinist“ im Einsatz eine andere Aufgabe zugeteilt bekommt und jemand Unerfahrenes den Posten übernimmt? Prinzipiell dürfen und können Feuerwehrangehörige mit Erwerb der Maschinistenausbildung alle Armaturen und Gerätschaften sicher bedienen – auch im Einsatz wenn Sie nicht gleichzeitig Fahrer des jeweiligen Löschgruppenfahrzeugs sind. Um hierfür das Wissen aus dem Maschinistenlehrgang zu festigen, führt die Feuerwehr Oberkochen eine jährliche Fortbildung durch, bei der die theoretischen und praktischen Grundlagen aufgefrischt werden. 2014 führte erneut Axel Pössnecker durch die Fortbildung und gab wertvolle Praxistipps für die Maschinisten der Feuerwehr Oberkochen.

 

Der Ausbildungstag begann zunächst mit einem theoretischen Unterricht, der nahtlos an den letztjährigen Vortrag anknüpfte. Bereits besprochen wurden grundlegende Aufgabenbereiche des Maschinisten sowie die Unterschiede von Löschgruppenfahrzeugen. Vertieft wurde das Thema Erkennung und Maßnahmen von und bei Kavitation (Bildung von Dampfblasen in Flüssigkeiten), einem nicht zu unterschätzenden Phänomen, das Pumpen enorm beschädigen kann. Die theoretische Ausbildung konnte hierzu gezielt Wissen zur Vermeidung vermitteln. Im Weiteren wurden der Aufbau und die Funktion diverser Pumpentypen, Armaturen sowie deren Förderleistungen erläutert und einsatzrelevante Handgriffe beschrieben.

 

Nach dem rund 2-stündigen Unterricht wurde in der Praxis die Bedienung einer Feuerlöschkreiselpumpe durchgeführt sowie die Armaturen der beiden Löschgruppenfahrzeuge erläutert. Nicht immer bieten sich an der Einsatzstelle optimale Bedingungen zum Ansaugen von Wasser aus offenen Gewässern, deswegen ist es notwendig auch die technischen und physikalischen Grundlagen bei der Wasserförderung gerade über lange Wegstrecken und mit Höhenunterschieden zu kennen. Ein weiteres wichtiges Thema während der Fortbildung war die Vermeidung und Behebung von Störungen, die während des Einsatzbetriebes auftreten können. Hierzu zählte auch das Durchführen der Trockensaugprobe, mit der die Dichtheit bei Unterdruck und die ordnungsgemäße Funktionsweise der Entlüftungseinrichtung überprüft werden.

Zum Abschluss wurden beide Pumpen an den Fahrzeugen in Betrieb genommen und die, wenn auch geringen, Unterschiede zwischen den Pumpenbedienständen aufgezeigt.

 

Wertvoll in jeder Hinsicht zeigte sich am Ende des Tages diese Ausbildung für jeden Einzelnen Teilnehmer: Die vorhandenen Kenntnisse konnten aufgefrischt werden, was jedem Teilnehmer das sichere Gefühl gibt, sicher in den nächsten Einsatz gehen und routiniert die Maschinisten-Tätigkeiten durchführen zu können.