11.07.2012 - Musik und Feuerwehrautos


Das Heidefest in Oberkochen wird an diesem Wochenende zum 40. Mal gefeiert

 

Auf dem Festplatz vor der Kolpinghütte auf der Heide feiert die Freiwillige Feuerwehr am kommenden Wochenende das 40. Heidefest. Eng verbunden ist dieses älteste Oberkochener Fest mit dem Entstehen des Wohngebiets Heide.

 

Lothar Schell

Oberkochen Die Alt-Oberkochener werden sich erinnern. Es war im Sommer 1971, als nach dem großen Holzeinschlag im Neubaugebiet „Heide“ Alt-Bürgermeister Gustav Bosch die Oberkochener Vereine angesprochen hat, mit ihren Jugendabteilungen Reisig und dünnere Äste zu sammeln und auf Haufen zu setzen. „Diese Haufen wurden dann unter Aufsicht der Feuerwehr abgebrannt“, erinnert sich Ehrenkommandant Sepp Merz.

Eine Straße gab es damals schon bis zum geplanten Hochhaus Heide am Anfang des Baugebiets in der heutigen Kopernikusstraße. „Der eiserne Gustav hatte natürlich im Hinterkopf, Werbung fürs neue Baugebiet zu machen“, betont Merz. Der damalige Kommandant Peter Englert und der seinerzeitige Vizekommandant Sepp Merz wurden von Bosch angesprochen, ob man nicht ein Gartenfest auf der Heide machen wolle. „Wir könnten unserer Bevölkerung zeigen, wie schön es droben auf der Heide ist“, meinte Bosch.

Da die Freiwillige Feuerwehr Oberkochen 1972 den Kreisfeuerwehrtg des Ostalbkreises ausrichten durfte, nahmen die Oberkochener Floriansjünger die Gelegenheit beim Schopf und veranstalteten ein Waldfest auf der Heide. „Das Fest im Jahre 1971 war sozusagen eine Trainingseinheit für den Kreisfeuerwehrtag“, sagt Merz.

In den folgenden Jahrzehnten ist das Heide-Fest der freiwilligen Feuerwehr zu einem Magneten geworden. Ein fester Bestandteil im Oberkochener Veranstaltungskalender und ein Treff der Wehren, auch wenn in den vergangenen Jahren – mitunter auch wegen schlechten Wetters – die ganz große Resonanz etwas nachgelassen hat.

Seit der „Geburt“ des Heidefests legte die freiwillige Feuerwehr großen Wert auf den sozialen Aspekt. Ein Teil des Überschusses wurde an soziale Gruppen, Organisationen und Schulen abgegeben.

„Ein weiterer Aspekt des Fests war die Stärkung der Freundschaft unter den örtlichen Vereinen“, betont Sepp Merz.

Die Philosophie ist bis heute die gleiche geblieben unter den Nachfolgekommandanten Erwin Winter und Bernd Betzler. „Unser besonderer Dank gilt der Kolpingsfamilie und dem städtischen Bauhof für die Unterstützung an beiden Festtagen“, sagt Kommandant Betzler.

 

Das Heidefest in diesem Jahr

Am Samstag, den 14. Juli, ist um 16 Uhr Festbeginn. Dann wird der Musik-Truck Station machen und mit ihm DJ Wide und DJ Fredo von „Sound and Music“, die ab 20 Uhr mit Musik der 70er, 80er und 90er Jahre unterhalten.

Der Sonntag, 15. Juli, steht ganz im Zeichen der Familie. Eine reichhaltige Speisenkarte wird geboten sowie selbstgemachte Kuchen und Torten. Auf die Kleinen wartet das „Hinke-Pinke-Schmink-Team“ mit einem professionellen Kinderschminkprogramm.

Wer sich lieber in luftige Höhen wagen will, der kann ab 15 Uhr den Ausblick vom Korb der Feuerwehrdrehleiter genießen und ab 15.30 Uhr sich dem Bonbonregen erfreuen. Den ganzen Sonntag über steht eine Hüpfburg zum Austoben bereit.

 

© Schwäbische Post vom 11.07.2012