"Runter vom Gas!"


© Quelle: BMVBS, DVR

Zahlreiche Kreuze an Landstraßen erinnern an die rund 4.500 Verkehrsopfer, nahezu jeder Deutsche kennt persönlich Menschen, die durch Verkehrsunfälle getötet oder verletzt wurden. Das damit verbundene Leid ist immens. Obwohl die Zahl der Getöteten seit Einführung der Statistik im Jahr 1953, nicht zuletzt dank der engagierten und gemeinsamen Verkehrssicherheitsarbeit des Bundesverkehrsministeriums, des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und aller Partner aus dem Verkehrssicherheits- und Präventionsbereich, kontinuierlich zurückgegangen ist, kann keine Entwarnung gegeben werden. Zwar ist die Zahl der Verletzten 2008 gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf rund 410.000 gesunken. Dennoch sterben täglich durchschnittlich zwölf Menschen auf deutschen Straßen. Dieser immer noch erschreckend hohen Zahl gilt es entgegen zu wirken.

 

Unangepasste Geschwindigkeit ist in Deutschland eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Todesfolge. 2008 haben zwei von fünf Verkehrstoten ihr Leben aufgrund unangepasster Geschwindigkeit verloren. Die zurückgebliebenen Angehörigen wünschen, der geliebte Mensch hätte seinen Fuß vom Gas genommen. Oder in ihnen brodelt eine unbändige Wut, weil jemand anderes durch seine Fahrweise den Ehemann, die Freundin oder den Sohn in den Tod gerissen hat. Betroffen sind auch jene Menschen, die tagtäglich mit den schrecklichen Folgen von Unfällen konfrontiert werden: Rettungskräfte, Polizisten und Seelsorger.

 

Das Bundesverkehrsministerium hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat eine Informationskampagne mit der zentralen Aufforderung „Runter vom Gas!“ eingeleitet. Die Kampagne soll auf die dramatischen Folgen zu schnellen Fahrens aufmerksam machen. In Deutschland ist das Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit weiterhin eine der Hauptunfallursachen. Besonders bei schweren Unfällen spielt die Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle. Text: BMVBS, DVR

 

Die Freiwillige Feuerwehr Oberkochen unterstützt diese Aktion. Wir appellieren an Sie: Schnallen Sie sich an, passen Sie ihren Fahrstil den Witterungsbedingungen an und lenken Sie sich nicht vom Straßenverkehr ab, z.B. durch Benutzung eines Mobiltelefons.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: Runter vom Gas

SMS am Steuer


 

SMS schreiben am Steuer - eine unterschätzte Gefahr!

"Nur schnell eine SMS-Nachricht tippen, ist ja gleich erledigt" denken sich viele Autofahrer und unterschätzen dabei die Gefahr, die sie auf sich und auf andere Verkehrsteilnehmer ausüben. Eine SMS während der Autofahrt zu tippen erfordert eine noch höhere Aufmerksamkeit, als das ohnehin schon gefährliche und zurecht verbotene Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. Die Blicke schweifen mehrmals auf das Display, der Fahrer ist nicht mehr in der Lage sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren - mit katastrophalen Folgen!

 

Um vor den drastischen Auswirkungen des SMS-Tippens am Steuer zu warnen hat die Polizeidirektion der örtlichen Grafschaft Gwent (Großbritannien) in Zusammenarbeit mit einem professionellen Produktionsteam den 30-minütigen Film "COW" erschaffen, der vor allem in Schulen zur Prävention eingesetzt werden soll. Der Film soll den Machern zufolge wachrütteln und eindringlich warnen. Und in der Tat ist der Film nichts für zart besaitete Gemüter geworden. Cineastisch gemacht, aber keineswegs an der Realität vorbei, schockt der Film mit erschreckenden Darstellungen. "Ich hoffe, dass es sich Verkehrsteilnehmer, nachdem sie den Film gesehen haben, zweimal überlegen, ihr Handy hinter dem Steuer zu verwenden und erkennen, dass eine kurze SMS-Antwort oder die Beantwortung eines Anrufs es nicht Wert sind, ihr eigenes und das Leben anderer zu gefährden", so Chief Inspector John Pavett in einer Pressemitteilung.

 

Wir als Feuerwehr können ebenfalls nur dafür plädieren, keine ablenkenden Tätigkeiten wie Telefonieren und SMS-schreiben während der Fahrt auszuführen. Weitere Informationen finden Sie im nachfolgenden Link: