31.10.2008 | Hauptübung - Verkehrsunfall mit Gefahrgut


"Schwerer Verkehrsunfall mit auslaufendem Gefahrgut im neuen Industriegebiet bei der Carl Zeiss SMT AG“ – so lautete der Alarmbefehl zu unserer Hauptübung am vergangen Freitag, den 31.10 um kurz nach 18 Uhr.

 

Augenblicke später rückte der MTW mit Einsatzleiter Daniel Egger zur Einsatzstelle aus. Vor Ort waren zwei Fahrzeuge frontal gegeneinander geprallt und hatten dabei ein Loch in den mit gesundheitsschädlicher, reizender und umweltgefährlicher Flüssigkeit gefüllten Tankwagen gerissen. Drei Personen waren in ihrem PKW eingeklemmt und eine nicht angeschnallte Person wurde durch die Wucht des Aufpralls aus dem Wagen geschleudert.

Das erste Löschgruppenfahrzeug unter der Leitung von Daniel Wichard rückte an und der mit "Atemschutz" ausgerüstete Angriffstrupp rettete die herumliegende Person aus dem Gefahrenbereich. Sofort wurde das kopfgroße Loch in dem Tankwagen abgedichtet und gleichzeitig mit der Personenrettung der im PKW eingeklemmten Personen begonnen.

Die Besatzung des anrückenden zweiten Löschgruppenfahrzeug, welches unter der Gruppenleitung von Laurent Bustaus stand, begann ebenfalls mit der Personenrettung der im zweiten Wagen eingeklemmten Person. Zeitgleich wurde mit dem so genannten „Elefantenfuß“ (Wassersack zum Abdichten von Kanaldeckeln) verhindert, dass die gefährliche Flüssigkeit in die Kanalisation fließt.

Plötzlich begann es stark aus dem Tankwagen zu qualmen, sodass die Einsatzleitung sofort den Beschluss fasste, das Fass mit Schaum zu löschen und weiter zu kühlen. Doch es ergab sich ein Wasserproblem, denn im neuen Industriegebiet war es sehr schwer einen geeigneten Hydranten zu finden, sodass die Wegstrecke zum nächst gelegenen Hydranten mit den B-Schläuchen der Haspel überbrückt werden musste. Nach etwa 30 Minuten waren alle Personen aus dem Wagen gerettet und es wurde mit dem Aufräumen der Unfallstelle begonnen. Die Besonderheit bei dieser Übung war, dass die Jugendfeuerwehr selbst den Einsatz plante und organisierte. Den vielen Zuschauern bot sich ein beeindruckendes Bild und ein sehr guter Einblick in das Können der Jugendlichen.

Viel Lob aber auch etwas Kritik gab es zum Schluss bei der Abschlussbesprechung von Jugendwart Frank Oswald und Kommandant Erwin Winter. Zum Abschluss gab es im Feuerwehrmagazin noch ein Vesper, in gemütlicher Runde klang der Abend aus. Auch von Seiten der Organisatoren der Übung noch mal ein herzliches Dankeschön an alle die mitgeholfen haben - denn ohne euch, hätten wir die Übung niemals so realistisch aufbauen können.

 

  • Hauptübung der Jugendfeuerwehr Oberkochen