Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze


Übungsphase hat begonnen

 

22.03.2009

Mehr als fünf Jahre sind vergangen, seit eine Gruppe der Feuerwehr Oberkochen an einem Feuerwehr-Leistungsabzeichen teilgenommen hat. In diesem Jahr fanden sich gleich zwölf Mitglieder zusammen, die sich der Herausforderung stellen. Eine sehr junge Gruppe ist es, die 2009 an den Start geht. Viele der Mitglieder haben erst vor Kurzem ihre Truppmannausbildung abgeschlossen. Anfang März hat die Trainingsphase begonnen - wir haben die Leistungsgruppe am vergangenen Samstag bei ihrer Arbeit besucht.

 

Das Leistungsabzeichen ist für Mitglieder von Gemeinde- oder Werkfeuerwehren eine ganz besondere Auszeichnung und gleichzeitig ein wichtiger Teil der Fortbildung. In den drei Ausbildungsstufen Bronze, Silber und Gold können Feuerwehrmitglieder ihre Kenntnisse in die Praxis umsetzen und zeigen, dass sie mit den in der Richtlinie gestellten Aufgaben problemlos zurechtkommen. Neben einer Vielzahl an technischen Aspekten sind es auch soziale Komponenten, die das Leistungsabzeichen stärkt: Die Gruppendynamik wird gefördert, der Zusammenhalt wächst.

Aufgabenstellung und Übungsobjekt


Für das bronzene Abzeichen muss die Gruppe unter der Führung eines Gruppenführers zeigen, dass sie einen Löschangriff in angemessener Zeit und fachlich richtig durchführen kann. Dabei berücksichtigt werden müssen die so genannten Feuerwehr-Dienstvorschriften, in denen das Feuerwehrwesen geregelt ist. Dort im Detail geregelt sind die Funktionen, die bestimmte Trupps bei einer Übung oder während eines Einsatzes übernehmen. Das Hand-in-Hand-Arbeiten von Atemschutztrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp muss sichergestellt sein. Am Tag der Abnahme des Abzeichens wird durch eine Auslosung festgelegt, welches Mitglied welche Position einnimmt. Für das Training heißt das, dass sich jeder Teilnehmer auf jedem Platz "wohl fühlen" sollte und problemlos einen Trupp wechseln kann. Überprüft wird der Ablauf durch mehrere Schiedsrichter, die bei der Abnahme ebenfalls vor Ort sind.

 

Als Übungsobjekt dient ein Stahlgerüst, welches eine Scheune simuliert. Vor dieser Scheune ist gelagerter Sperrmüll in Brand geraten. Der Brand droht durch ein im Erdgeschoss offen stehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Die Eingangstür ist verschlossen. Während die Trupps ihre Arbeit verrichten, macht sich eine Person auf dem Balkon des Wohnhauses im ersten Obergeschoss bemerkbar. Die Person tritt zur Balkonbrüstung vor und ruft um Hilfe. Unmittelbare Gefahr besteht jedoch nicht.

 

Genau dieses Szenario samt Riegelstellung wurde von der Gruppe am Samstag ausführlich geprobt. Abschließende Lagebesprechungen und Manöverkritik half allen Anwesenden, den Übungsaufbau flüssig und ohne zeitraubende Zwischenfälle zu absolvieren. Generell machte die Leistungsgruppe um Gruppenführer Lutz Hurler einen sehr guten Eindruck. Bis zur endgültigen Abnahme am ersten Juli-Wochenende in Rosenberg ist noch ein wenig Zeit. Wenn die Leistungen weiterhin so konstant abgespult werden, steht einer erfolgreichen Abnahme nichts mehr im Weg. Wir drücken die Daumen!

Fotostrecke


 

Quelle: LFS-Richtlinie zum Erwerb des Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze